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1635. Ein Friedensvertrag öffnet die Tore zur Hölle
Man schrieb den 30. Mai 1635. Nach fast zwei Jahrzehnten des Schreckens legten die erschöpften deutschen Fürsten in Prag die Feder nieder. Endlich Frieden – so dachte man. Doch während die Tinte auf dem Pergament noch trocknete, wurden in Paris und Stockholm bereits die Klingen für die nächste, weitaus blutigere Phase geschliffen. Warum ein Abkommen, das den Krieg beenden sollte, ihn in Wahrheit erst unaufhaltbar machte, klären wir heute
Mord oder Missgeschick?
Mord, Versehen oder politische Provokation? Als Jacob Mair im August 1633 seine Waffe auf Prinz Ulrich von Dänemark richtete, löste er eine Krise aus, die Historiker bis heute beschäftigt. Warum feuerte Ottavio Piccolominis Leibschütze auf den königlichen Gast? War es Disziplinlosigkeit oder eiskaltes Kalkül?
Die Locke
Die Liebeslocke (Cadenette) – eine lange, abgesetzte Strähne auf der linken Seite – wurde nach 1620 zum politischen Erkennungszeichen der Anhänger Friedrichs V. von der Pfalz. Sie verband Minne-Verehrung der „Winterkönigin" Elisabeth Stuart mit protestantischem Treuebekenntnis und Widerstand gegen die katholische Habsburgermacht.
Anna Sophia und ihr rätselhafter Liebhaber
Anna Sophia von Brandenburg (1598–1659) behauptet sich in den Wirren des Dreißigjährigen Krieges. Als Herzogin von Braunschweig-Wolfenbüttel erlebt sie Krieg, Plünderungen und eine zerrüttete Ehe mit Friedrich Ulrich. Nach dessen Tod bewahrt sie Haltung und Würde – eine Fürstin, die in unsicheren Zeiten Standfestigkeit und politisches Gespür beweist, und der die Mächtigen Gehör schenken.
Krieg als Geschäftsmodell und seine Menschen
Krieg als Geschäftsmodell lebt von jenen, die ihn betreiben: Söldnerführer, die Heere als Unternehmen führten, Waffenhändler, Kreditgeber und Marketender. Profit entsteht aus Plünderung, Kontributionen und verbrecherischen Konsortien. Die Leidtragenden bleiben Bauern, Soldatenfamilien und Zivilisten – Menschen, deren Existenz zur Ressource wird, während andere am organisierten Chaos reich werden.
Rapierklingenspiel
Gab es nur die höfisch-spanische Art zu fechten? Oder waren eventuell auch die Italiener durchaus fein und manche Spanier gewöhnlich in der Art, die Klinge zu führen?
Ein Für und Wider.
Kampf, Intrigen und der kleine Krieg
Was ist Medings Aufgabe im Jahr nach Nördlingen? Wohin verschlägt es ihn und was sind seine neuen Aufgaben?
In dieser Episode von 'Ernst-August' stellen die Hosts Richard und Emma den kommenden Band der Romanreihe um den barocken Reitmeister Ernst August von Meding vor, setzen die Bühne im Oberbayern des Jahres 1635 und geben einen Ausblick auf die zentralen Konflikte und Charaktere, die die Handlung während des Dreißigjährigen Krieges prägen werden.
Besonders hervorzuheben ist die anschauliche Darstellung der Burg Burghausen als klaustrophobischer Mikrokosmos, die tiefgehende Analyse der psychologischen Dynamik zwischen Gefangenen und Bewachern sowie die Diskussion um die politische und emotionale...
Mars und Vanitas
Europa steuert auf eine der entscheidenden Schlachten des Dreißigjährigen Krieges zu: Nördlingen. Während Armeen aufeinandertreffen und politische Mächte ihre Spiele treiben, gerät der kaiserliche Feldreiter Ernst August von Meding in ein Netz aus Intrigen, Geheimnissen und einem rätselhaften Verbrechen. Zwischen Kriegswirren, Machtkämpfen und persönlichen Abgründen muss er eine Wahrheit ans Licht bringen, die für viele tödlich wäre.